Eichenprozessionsspinner in der Gemeinde angekommen | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Aus Oldenburg und Hamburg gab es schon Berichte über das Vorkommen des Eichenprozessionsspinners, seit Anfang Juli steht nun fest: Auch in der Gemeinde Beverstedt sind Raupennester entdeckt worden.

Eichenprozessionsspinner in der Gemeinde angekommen


Ganz konkret sind die Nester in Oberheise und in der Abelhorst entdeckt worden.
Standort Eichenprozessionsspinner in der Abelhorst:

Auf Nachfrage teilte das Pflanzschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit, dass es sich um eine heimische, nicht meldepflichtige Insektenart handelt, die vom Klimawandel (trockenes, warmes Frühjahr) profitiert und sich nach Norden ausbreiten konnte.

Nach Informationen des Umweltbundesamtes kann „der Eichenprozessionsspinner […] die menschliche Gesundheit, aber auch die Vitalität von Eichen schädigen.“ Während der pflanzenschädigende Blattfraß an Eichen in der Regel durch einen erneuten Austrieb kompensiert wird, geht von den Brennhaaren der Raupen durch das Nesselgift Thaumetopoein eine Gesundheitsgefahr für Menschen aus.

Daher ist unbedingt Abstand zu den Nestern zu halten. Direkter Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner kann zu heftigen allergischen Reaktionen führen.

Wer glaubt, einen entsprechenden Befall auf seinem Grundstück etc. zu haben, sollte die Fundstellen melden und kann sich vom Gesundheitsamt des Landkreises Cuxhaven beraten lassen.

Grundsätzlich wird ein abgestuftes Vorgehen empfohlen:
- Entfernen durch Fachfirmen auf Schulhöfen, in Kitas und anderen sensibleren Bereichen (z. B. Absaugen der Nester),
- Warnhinweise an Straßen (z. B. eine Banderole mit Hinweistext um den Stamm des betroffenen Baumes).

Nachfolgendes Merkblatt kann helfen, den Eichenprozessionsspinner von ähnlichen, ungefährlichen Arten zu unterscheiden: