Ampeln gehören zum Alltag und fallen meist erst dann auf, wenn sie nicht funktionieren oder die Grünphase als „zu kurz“ empfunden werden. In Beverstedt gibt es jetzt zwei gute Nachrichten rund um die Lichtsignalanlagen: Zum einen werden Störungen automatisch an die Straßenmeisterei in Hagen gemeldet und bearbeitet. Zum anderen wurde an einer zentralen Fußgängerampel die Grünphase verlängert – als Reaktion auf Hinweise aus der Bürgerschaft.
Automatische Störmeldung sorgt für schnelle Reaktion
Was viele nicht wissen: Der überwiegende Teil der Ampelanlagen – im Fachjargon Lichtsignalanlagen (LSA) – ist heute technisch so ausgestattet, dass Störungen nicht erst gemeldet werden müssen. Auch die fünf Ampelanlagen in der Gemeinde Beverstedt sind an ein sogenanntes Störmeldesystem angeschlossen.
Dabei handelt es sich um eine internetbasierte Überwachung: Tritt an einer Ampel ein technischer Defekt auf, wird dieser direkt vom Steuergerät der Anlage erkannt und über einen Mobilfunkrouter an eine zentrale Stelle weitergeleitet. Von dort aus erhalten die zuständige Fachfirma sowie die verantwortliche Straßenmeisterei automatisch eine Benachrichtigung per E-Mail und können umgehend reagieren. Für Verkehrsteilnehmende bedeutet das: kürzere Ausfallzeiten und mehr Sicherheit, ohne dass Bürgerinnen und Bürger selbst aktiv werden müssen.
Mehr Zeit zum Queren: Grünphase verlängert
Ein zweiter Aspekt betrifft die Fußgängerampel im Bereich Adolf-Butenandt-Straße / Stubbener Landstraße. Im vergangenen Sommer hatten sich dort vermehrt Eltern sowie Seniorinnen und Senioren gemeldet, die die Grünphase als zu kurz empfanden – insbesondere beim Überqueren der Fahrbahn.
Grundsätzlich gilt: Nach den bundesweit gültigen Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA) sind acht Sekunden Grünzeit für Fußgänger vorgesehen und ausreichend. Wichtig ist dabei der oft wenig bekannte Hinweis, dass die Fahrbahn nicht zwingend innerhalb der reinen Grünphase vollständig überquert sein muss. Im Anschluss läuft eine sogenannte Schutz- bzw. Zwischenzeit, in der die Fahrbahn geräumt werden kann, bevor der Fahrzeugverkehr wieder Grün erhält.
Subjektive Sicherheit ernst genommen
Trotzdem wurde die Rückmeldung aus der Bevölkerung aufgegriffen. Nach Prüfung durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wurde nun entschieden, die Grünphase auf zehn Sekunden zu verlängern. Technisch umgesetzt wurde dies durch eine Signalbaufirma. Verkehrlich spricht nichts gegen diese Anpassung, sie dient vor allem dazu, das Sicherheitsgefühl vor Ort zu verbessern. Ein kleines Plus an Zeit kann hier einen großen Unterschied machen, insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder für Kinder.