Ein Jahr für andere – und für die eigene Zukunft: Bundesfreiwilligendienst in der Gemeinde Beverstedt | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Was kommt nach dem Abitur? Für viele junge Menschen ist diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Studium, Ausbildung, ein Auslandsjahr oder erst einmal etwas ganz anderes? Für Lisa Knop war klar: Sie möchte ihr Jahr nach dem Abitur sinnvoll nutzen, mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und gleichzeitig herausfinden, wo es für sie beruflich hingehen könnte.

Ein Jahr für andere – und für die eigene Zukunft: Bundesfreiwilligendienst in der Gemeinde Beverstedt

Seit August absolviert Lisa ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei der Gemeinde Beverstedt im Fachdienst Jugend- und Familienförderung. „Ich wollte etwas Nützliches machen und gerne mit Kindern arbeiten. Gleichzeitig war mir wichtig, dass das Jahr abwechslungsreich ist“, erzählt sie.

Eigentlich sollte es die Grundschule werden
Lisa hat ihr Abitur an der Waldschule Hagen gemacht. Für ihren Bundesfreiwilligendienst hatte sie zunächst besonders die Arbeit an einer Grundschule im Blick. Als dort bereits alle Plätze vergeben waren, ergab sich für sie die Möglichkeit, in der Jugend- und Familienförderung einzusteigen und damit in einen Bereich, der ihr ebenfalls viele verschiedene Einblicke ermöglicht.

Zu Beginn ihres BFD-Jahres war Lisa deshalb in allen Grundschulen der Gemeinde unterwegs. Sie lernte die dortigen Abläufe kennen und konnte die Arbeit der anderen Bundesfreiwilligendienstleistenden vor Ort kennenlernen. Das hat einen praktischen Grund: Bei Bedarf soll Lisa künftig auch einmal vertretungsweise an einer Grundschule eingesetzt werden können. Ihr eigentlicher Einsatzbereich liegt aber in den Jugendräumen der Gemeinde. Dort unterstützt sie bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen, entwickelt gemeinsam mit dem Team Ideen für Angebote und Aktionen und wird auch beim Ferienprogramm mitwirken. Dass sie dabei nicht nur unterstützt, sondern auch eigene Ideen einbringen kann, zeigt sich schon jetzt: Unter anderem hat Lisa den Flyer für das Ferienprogramm gestaltet.

Orientierung für den eigenen Weg
Der Bundesfreiwilligendienst ist für Lisa nicht nur eine Möglichkeit, sich einzubringen. Er soll ihr auch dabei helfen, eine Entscheidung für ihre berufliche Zukunft zu treffen. Besonders interessieren sie die Bereiche Design, Gamedesign und Architektur. Welcher Weg am Ende der richtige ist, weiß sie noch nicht.

„Ich möchte in diesem Jahr möglichst viel ausprobieren und verschiedene Bereiche kennenlernen. Vielleicht merke ich dabei, was mir besonders liegt und in welche Richtung ich später beruflich gehen möchte.“ Genau diese Möglichkeit zur Orientierung ist eine der Stärken des Bundesfreiwilligendienstes: Junge Menschen können praktische Erfahrungen sammeln, Verantwortung übernehmen und dabei neue Arbeitsfelder kennenlernen und gleichzeitig etwas für die Gemeinschaft tun.

Freiwillig engagiert für die Gemeinschaft
Ob in der Schule, in der Kita oder in der Jugendarbeit: Menschen, die sich freiwillig für andere einsetzen, sind für eine Gemeinschaft unverzichtbar. Sie bringen Zeit, Ideen und persönliche Stärken ein und schaffen damit Angebote und Unterstützung, die vom Miteinander vor Ort leben.

Der Bundesfreiwilligendienst ist zwar kein klassisches Ehrenamt, verfolgt aber einen ähnlichen Gedanken: sich freiwillig für das Gemeinwohl einzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und dabei Erfahrungen zu sammeln. Für die Gemeinde bedeutet das zusätzliche Unterstützung in wichtigen Bereichen – für die Freiwilligen wiederum die Chance, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Lisa hat dafür jetzt ein Jahr Zeit. Und vielleicht steht am Ende nicht nur die Erkenntnis, wo sie beruflich hinmöchte, sondern auch die Erfahrung, wie viel man selbst bewegen kann, wenn man sich einbringt.

Bundesfreiwilligendienst bei der Gemeinde Beverstedt
Wer sich ebenfalls für einen Bundesfreiwilligendienst interessiert, kann sich über das Stellenportal der Gemeinde Beverstedt bewerben. Einsatzmöglichkeiten gibt es in den Grundschulen, Kindertagesstätten sowie in der Jugend- und Familienförderung.