Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Guido Dieckmann übernahm Jonas Koller, Projektmitarbeiter der MOBILOTSIN, einer Beratungseinheit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), das Wort und stellte die Grundzüge des Fußverkehrs-Check vor.
Koller betonte dabei auch, was der Fußverkehrs-Check leisten könne und was nicht. So solle der Check zunächst Bewusstsein für das Thema in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft schaffen und konkrete Handlungsfelder aufzeigen sowie Maßnahmenvorschläge erarbeiten. Der Fußverkehrs-Check sei dagegen keine abschließende Planung oder ein Instrument zur Durchsetzung einzelner Maßnahmen bzw. universeller Pauschallösungen. Auch eine Maßnahmenfinanzierung dürfe seitens des Landes nicht erwartet werden.
Im Anschluss an die Einordnung erläuterten Agnes Etzbach und Merve Dogar vom beauftragten Planungsbüro VIA die einzelnen Themenfelder, die beim Fußverkehrs-Check betrachtet würden. Dazu gehören:
Verbindung zum ÖPNV
Stärkung der Fußwegnetze
Aufenthaltsqualität und Attraktivität
Sicherheit
Barrierefreiheit
Wege für Kinder
Danach konnten sich die Teilnehmenden selbst einbringen und gemeinsam an den bereitgestellten Stellwänden die jeweiligen Untersuchungsräume Bokel und Lunestedt mit Leben füllen. Insbesondere ging es um die Fragen, wo es subjektiv „heikle Stellen“ im Untersuchungsgebiet gäbe und wo man eher ungern mit z.B. Kindern entlang gehen würde.
Entstanden sind so bereits viele Hinweise und Verbesserungsvorschläge, die so weit wie möglich jeweils bei den noch anstehenden Ortsbegehungen berücksichtigt werden sollen. Die Begehungen sind öffentlich. Personen, die sich einbringen möchten, können sich hierfür bei Stadtplaner Kai Kühnemann anmelden: kuehnemann@gemeinde-beverstedt.de
Montag, 21. September 2026, 17:30 Uhr, Treffpunkt: Grundschule Lunestedt
Dienstag, 22. September 2026, 14:15 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz am Buswendeplatz der Grundschule Bokel
Die Gemeinde Beverstedt gehört zu den zehn niedersächsischen Kommunen, die in diesem Jahr am Förderprogramm des Landes teilnehmen. Im Mittelpunkt stehen die Ortschaften Lunestedt und Bokel. Gemeinsam mit Einwohnenden sollen Stärken und Schwachstellen des Fußwegenetzes erfasst und Ideen für mehr Sicherheit und Barrierefreiheit entwickelt werden.